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Delitzsch-Compact

Infos aus Nordsachsen und Umgebung


Delitzsch-Compact: Wolf als Verursacher für Rehriss nicht sicher nachzuweisen

Artikel vom:12.09.2018
Das Landratsamt Nordsachsen ist von einem Jäger über einen toten Rehbock in der Nähe des Schladitzer Sees informiert worden. Er vermutete aufgrund des vorgefundenen Rissbildes und dem weitgehend aufgefressenen hinteren Teil des Körpers einen Wolf als Verursacher. Der Fundort lag unmittelbar neben einem Weg und war, soweit sich das aus den vorliegenden Angaben nachvollziehen lässt, nicht der „Tatort“.

Hinsichtlich der gefressenen Menge an Fleisch (mehr als fünf Kilogramm) kommt durchaus einer der in Sachsen heimisch gewordenen Wölfe in Frage. Dagegen eher untypisch für einen Wolf ist, dass keine Knochen beschädigt, sondern diese eher „abgenagt“ wurden, keine separaten Innereien zu erkennen waren (der Wolf frisst Pansen, Darm, Magen, Leber usw. nicht). Ebenso lag kein „sauberer“ Kehlbiss vor. Dafür aber waren untypisch angefressene Ohren sowie unklare Bissverletzungen im Halsbereich zu verzeichnen.

„Ein Wolf als Verursacher kann vor diesem Hintergrund nicht ausgeschlossen werden, zumal Wölfe ein sehr großes Jagdgebiet haben und sehr weite Strecken zurücklegen. Genauso gut kann es sich aber um einen aufgrund anderer Ursachen verendeten Rehbock handeln, der dann beispielsweise von Füchsen nachgenutzt wurde“, sagt Dr. Eckhard Rexroth, Beigeordneter und Umweltdezernent des Landkreises Nordsachsen.

Da es sich bei einem Reh auch nicht um ein entschädigungsrelevantes Tier handelte und seit der Verendung bereits einige Tage vergangen waren, lag keine Notwendigkeit für eine Vor-Ort-Prüfung vor.
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