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Neuigkeiten aus dem Stadtmuseum Eilenburg

Eilenburg-Compact: Neuigkeiten aus dem Stadtmuseum Eilenburg

Artikel vom:13.01.2018
Barocker Kronleuchter zurĂĽck in Eilenburg
Ein fast 350 Jahre altes Meisterstück kehrt nach 100jähriger Odyssee wieder nach Eilenburg zurück. Rund 25 Jahre nach dem verhee-renden Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) erneuerten die Eilenburger ihre Kirche im Inneren und Äußeren. Neue Emporen entstanden. Die Kanzel aus der Lutherzeit wurde renoviert, wobei wohl kaum ein Stück der alten Kanzel erhalten blieb. Ähnliches widerfuhr auch dem Taufbecken, welches ebenfalls moderni-siert wurde. Der Stadtrichter und Apotheker Benjamin Ludwig stiftete einen neuen Altar. Im Zusammenhang der umfangreichen Erneue-rung der Ausstattung der Kirche ist wohl auch die Stiftung dieses repräsentativen Leuchters durch die Eilenburger Familie Stephan im Jahre 1679 zu betrachten. Die Stifterinschrift lautet: SIGEMUND STEPHAN UND MARIA SIBILLA STEPHANIN VOR EHRET IN HISIGE STADTKIRCHE UND SIE STARB DEN 19 MARTI 1679 IN EILENBURG.
Vermutlich schon im ausgehenden 19. Jh. als viele Kirchen „entbarockisiert“ wurden, später Gas-beleuchtung und wenig später elektrische Beleuchtung erhielten, entfernte man die „altmodi-schen“ Kerzenleuchter, lagerte sie irgendwo ein oder verschrottete sie einfach. Ähnlich wird es wohl auch diesem Prunkleuchter ergangen sein. Nach 1990 erwarb ein Hannoveraner Restaurator den flämischen Barockleuchter im desolaten und total (schwarz) oxidierten Zustand auf dem Kunstmarkt und restaurierte das aus 61 Einzelteilen bestehende Meisterstück deutscher Hand-werks Kunst. 2017 bot er den Kronleuchter der Eilenburger Kirchgemeinde zum Kauf an. Sie wand sich nach längeren Beratungen an die Leitung des Stadtmuseums, ob hier nicht die Möglichkeit bestünde einen Ankauf zu realisieren. In Anbetracht der Einzigartigkeit dieses Objektes versprach die Museumsleitung alle Möglichkeiten auszuloten, um dieses Juwel Eilenburger Ge-schichte zurückzuholen. Auch im Eigenbetrieb und der Stadtverwaltung wurde der mögliche Erwerb dieses Unikats unterstützt und befördert. Schnell wurden Partner gesucht und gefunden, um dieses einmalige Stück aus Eilenburgs Vergangenheit für die städtischen Sammlungen zu sichern. Die Sächsische Landesstelle für Museumswesen in den Staatlichen Kunstsammlungen Sachsens förderte den Ankauf zu 75%. Der Eilenburger Geschichts- und Museumsverein e.V. trug ebenfalls mit einer Spende zur Realisierung des Ankaufs bei, sodass wenige Tage vor Weihnachten 2017 dieser glanzvolle barocke achtarmige Kronleuchter aus Hannover zurück nach Eilenburg geholt werden konnte. Er wird ab Mai 2018 in der Sonderausstellung anlässlich 400 Jahre Beginn Drei-ßigjährigen Krieges zu sehen sein.
(Text : Andreas Flegel)
Sonderausstellung: „Teddy möchte reisen“ noch bis zum 25. Februar im Stadtmuseum
Die Sonderausstellung „Teddy möchte reisen“ (Sammlung L. Reike, Dresden) ist eine Ausstellung zur Kulturgeschichte des Teddybären und wird noch bis zum 25. Februar 2018 im Stadtmuseum zu sehen sein. Eine tolle Ausstellung für die ganze Familie, in der wir Ihnen Wissenswertes zur Erfindung und Herstellung der Teddys zeigen und vieles mehr! Zudem werden historische Ad-ventskalender mit Teddymotiven aus der Sammlung Möbius (Delitzsch) präsentiert.
Erleben Sie eine Reise in Ihre Kindheitstage und erfahren Sie auch Neues über den wohl belieb-testen Weggefährten vieler Kindergenerationen.
FĂĽr Ferienkinder und ihre Begleiter gibt es in der Ausstellung an den Mittwochen 14. und 21. Feb-ruar, jeweils 10:00 Uhr, spezielle FĂĽhrungen.
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