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Delitzsch-Compact

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Split und Matsch – Gefahr fĂŒr historisches Parkett?

Delitzsch-Compact: Split und Matsch – Gefahr fĂŒr historisches Parkett?

Artikel vom:20.12.2017
Schlossfußboden aus dem 17. Jahrhundert ist gut gewappnet
Es ist die Jahreszeit von Schnee, Eis und Matsch und damit auch von Split
und Salzen.
FĂŒr den historischen Fußboden im Barockschloss Delitzsch könnte das
eine Gefahr sein, doch das Museumsteam ist gut vorbereitet und hat die
RÀumlichkeiten entsprechend prÀpariert.
„Noch bevor der Besucher ĂŒberhaupt in die NĂ€he des barocken
Plattenparkettes kommt, lĂ€uft er schon ĂŒber drei Schoner, die einen
großen Teil des Schmutzes aufnehmen“, so Museumsleiter JĂŒrgen
Geisler. Er war frĂŒher selbst als Restaurator tĂ€tig und hat das originale
Parkett aus dem 17. Jahrhundert, das teilweise sogar mit Intarsien
versehen ist, ganzjĂ€hrig im Blick: „Wir garantieren einen regelmĂ€ĂŸigen
Pflegerhythmus und achten immer auf Sauberkeit.“
Denn jedes Schmutzkorn wirkt durch die Sohlen der Besucher wie
Schleifpapier. Deswegen ist man auch von den frĂŒher angebotenen
FilzĂŒberschuhen abgekommen. Die Besucher haben diese ĂŒbergroßen
Latschen stets vorbildlich angezogen, konnten jedoch damit nicht die
FĂŒĂŸe heben, so dass bald die ersten oberflĂ€chlichen Schleifspuren zu
sehen waren. „Zum GlĂŒck hatte sich das nur auf die Wachsschicht
ausgewirkt“, zeigt sich JĂŒrgen Geisler auch noch im Nachhinein erleichtert.
Der Fußboden wird im Abstand von vier Jahren von einer Fachfirma
gewachst und ist damit gegen die meisten mechanischen EinflĂŒsse
gewappnet.
Hintergrund historische Fußböden im Barockschloss Delitzsch
Plattenparkett aus dem Jahr 1694 ist in vier RĂ€umen des Barockschlosses
Delitzsch erhalten geblieben. Im reprÀsentativen Audienzgemach ist es mit
sternförmigen Intarsien, u. a. aus Mahagoniholz versehen.
Neben aufwĂ€ndig bemalten TĂŒren, ornamentalen Wandbemalungen,
prÀchtigem Stuck und Nussbaumpaneele gehört das Parkett zur
Originalausstattung im Schloss. Es war ab 1689 als Witwensitz des
Herzogtums Sachsen-Merseburg auf den Grundmauern einer frĂŒheren
Wasserburg entstanden.
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